Coronavirus - Geburtsbegleitung

Aktualisierung der Richtlinien zu geburtsbegleitenden Maßnahmen am Klinikum Obergöltzsch Rodewisch bezüglich der Prävention einer Verbreitung des Coronavirus


Liebe werdende Eltern,

die Bestrebungen zur Verhinderung einer Ausbreitung der aktuellen Corona-Pandemie veranlassten auch die Entbindungsabteilungen der regionalen Kliniken zu restriktiven Maßnahmen, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (siehe auch www.dggg.de) orientieren.

In den letzten Wochen konnten wir durch Ihr Verständnis für die Notwendigkeit von Besuchsbeschränkungen und speziellen Hygienemaßnahmen verhindern, dass Besiedlungen oder auch Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus im Bereich unserer Geburtshilfe stattfanden. Wir freuen uns, Ihnen nun mitteilen zu können, dass in Abstimmung des Geburtshilflichen Teams mit Klinikleitung und Hygiene unter weiterer Einhaltung streng definierter Hygienemaßnahmen vor Ort folgende Lockerungen in Kraft treten:

1. Frauen, die uns bei beginnender Geburt aufsuchen (Wehen, vorzeitiger Blasensprung), erhalten vor Ort einen Rachenabstrich auf das neuartige Coronavirus. Der werdende Vater bzw. die gewünschte Begleitperson darf unter Einhaltung definierter Hygienemaßnahmen (Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregelung etc.) für die Dauer der Geburt im Kreißsaal anwesend sein, diesen jedoch nicht verlassen. Voraussetzung ist, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der aktuelle Kontakt zu einer infizierten Person bzw. die eigene Infektion auszuschließen ist. Hierfür muss ein entsprechender Fragebogen vor Betreten des Entbindungsbereiches ausgefüllt werden.

2. Sollte sich im Verlaufe einer natürlich beginnenden Geburt die medizinische Notwendigkeit zur Durchführung eines Kaiserschnitts ergeben, so ist die Anwesenheit der Begleitperson im OP-Bereich nur dann erlaubt, wenn es sich nicht um einen Notfallkaiserschnitt handelt, wenn der Kaiserschnitt nicht in Vollnarkose stattfindet und wenn ein aktueller Befund mit negativem Corona-Test für die Begleitperson vorliegt (nicht älter als 5 Tage).

3. Für den Fall, dass bei der Geburtsplanung eine nachvollziehbare (zumeist medizinische Indikation) für die Entbindung per Kaiserschnitt vorliegt und der Termin somit planbar ist, bitten wir die werdenden Mütter, sich 2 Tage vor der stationären Aufnahme zum Rachenabstrich im Klinikum einzufinden. Der werdende Papa bzw. die gewünschte Begleitperson darf nur dann im OP anwesend sein, wenn ein aktuell negativer Corona-Test vorgelegt werden kann (nicht älter als 5 Tage).

Alternativ bietet unser Klinikum der Begleitperson die in Rechnungstellung einer Pauschale für Corona-Schutzmaßnahmen inkl. Rachenabstrich an (derzeit 81,50 € brutto).

4. Die Unterbringung einer Begleitperson auf der Wöchnerinnenstation nach Entbindung ist zulässig, soweit die Voraussetzungen Ziff. 2 des Hygienekonzeptes zur Regelung des Besuchs von Patienten im Klinikum Obergöltzsch Rodewisch gegeben sind. Dabei muss die Begleitperson im Klinikum verbleiben; ein Wechsel der Begleitperson zwischen Häuslichkeit, Arbeitsstätte und Klinikum ist nicht erlaubt. Auch sind weitere Besucher (außer der Begleitperson) nicht erlaubt.

5. Die Sprechstunde zur Geburtsplanung, die Hebammensprechstunde und Akupunktur finden statt.

6. Es finden derzeit keine Kreißsaal-Begehungen statt.

Wir wissen, dass die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung für Sie, aber auch für das medizinische Personal darstellt. Trotz der derzeitigen Besonderheiten versuchen wir in gewohnter Weise, Ihre Geburt individuell und sicher zu betreuen und danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

Bleiben Sie gesund.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team der Geburtshilfe am Klinikum Obergöltzsch Rodewisch