Ministerpräsident Kretschmer zu Besuch im Klinikum

Rodewisch, 21.07.2020

Gestern besuchte der Ministerpräsident höchstpersönlich das Klinikum Obergöltzsch Rodewisch. Damit ist er einer Einladung des Landrates gefolgt. Hintergrund war ein Zitat in der Presse, wonach er die Aussage getroffen hätte, dass er kein kommunales Krankenhaus kenne, das schwarze Zahlen schreiben würde. Um ihn vom Gegenteil zu überzeugen, bat Frau Liebold, Verwaltungsdirektorin des Klinikums, den Kreistag im Rahmen der Vorstellung des Jahresabschlusses, Herrn Kretschmer in das als Eigenbetrieb des Vogtlandkreises geführte Klinikum Obergöltzsch Rodewisch einzuladen.

Dass Herr Kretschmer der Einladung so schnell gefolgt ist, zeigt, welch großes Interesse er am medizinischen Bereich hat. Nach einem von Herrn Chefarzt Dr. med. Schmidt geführten Rundgang durch das Klinikum konnte sich der Ministerpräsident anschließend in einer Gesprächsrunde mit der Betriebsleitung und Mitarbeitern des Krankenhauses ein Bild von der täglichen Arbeit machen. Dabei interessierte ihn nicht nur die Vernetzung von stationärer und ambulanter Tätigkeit im Rahmen der Medizinischen Versorgungszentren und die Gewinnung von Ärztenachwuchs, sondern er bedankte sich auch recht herzlich für die geleistete Arbeit während der Coronakrise und lobte das Einrichten einer Corona-Ambulanz. All das sei nicht selbstverständlich, sondern für alle harte Arbeit gewesen.

Herr Kretschmer betonte öfters, dass seine Aussage bezüglich des Schreibens von schwarzen Zahlen in kommunalen Krankenhäusern aus dem Gesamtzusammenhang gerissen wurde und erklärte, dass ein Krankenhaus nur funktionieren kann, wenn es staatlich gefördert wird. Dies würde man auch am Beispiel vom Klinikum Obergöltzsch Rodewisch sehen. Hier wurden seit 1991 20 Mio. Euro aus Eigenmitteln finanziert, jedoch stehen dem 69 Mio. Euro Fördermittel gegenüber, ohne die zukunftsweisende Investitionen nicht möglich gewesen wären.

Die Betriebsleitung des Klinikums freute sich sichtlich über den Besuch von Herrn Kretschmer, hatte aber auch eine Bitte an ihn. „Um die Notfallversorgung am Klinikum Obergöltzsch Rodewisch weiterhin sichern zu können, ist die Zulassung als Integriertes Notfallzentrum dringend notwendig.“, erklärt Herr Chefarzt Dr. med. Schmidt und traf auf offene Ohren beim Ministerpräsidenten, der das Thema mit nach Dresden nehmen will.

 DSC06572

Herr Chefarzt Dr. med. Schmidt, Herr Kretschmer, Herr Keil, Herr Hösl und Herr Dr. Drechsel (v. l.) im Gespräch mit Pressevertretern                    
Bild: Klinikum