Allgemeine Informationen

Wir fördern den optimalen Start in eine gute Beziehung zwischen Mutter und Baby

Mutter-Kind-ZentrumUnsere Mütter haben die Möglichkeit rund um die Uhr mit ihrem Kind zusammen zu sein, auch die Partner werden von Beginn an intensiv mit in die Pflege einbezogen. Ein intensiver Hautkontakt zwischen Mutter und Kind wird in unserem Haus besonders gefördert, indem das Baby nur in Windel auf Mamas oder Papas nackter Brust ruht (Känguru-Pflege).

Stillen ist bekanntlich die beste und natürlichste Ernährung für Babys. Jedoch ist genau dies manchmal für die junge Mutter und ihr Neugeborenes gar nicht so einfach und bereitet gelegentlich beiden Schwierigkeiten. Daher sind die ersten Tage am wichtigsten und legen den Grundstein für die weitere Stillbeziehung.

Das Team des Mutter-Kind-Zentrums am Klinikum Obergöltzsch bietet daher kompetente Unterstützung, die Mutter-Kind-Beziehung zu stärken.



Bedeutung des Stillens

Wir unterstützen aus Gründen der Bindungsförderung das Stillen. Bei Wunsch des Nichtstillens führen wir sie individuell in die bindungsfördernde Flaschenernährung ein.

 

Hautkontakt und das erste Anlegen

Stillen wird gemeinsam erlernt: wichtig ist dabei ganz viel Körperkontakt, d.h. nehmen sie Ihr Baby nackt auf Ihre nackte Brust (Kängurupflege). Dies beginnt bereits im Kreißsaal. Wir ermöglichen ihnen ununterbrochenen Hautkontakt mit ihrem Baby. Führen sie diesen bitte unbedingt weiter, da dieser die Milchbildung fördert.

 

Rooming-In

Während ihres Aufenthaltes im Krankenhaus sind sie 24 h mit ihrem Kind zusammen. Damit fördern sie die Bindung zu ihrem Kind und ermöglichen einen guten Start seiner Entwicklung. Zudem sind unsere Mitarbeiter bemüht, die störende Krankenhausroutine von ihnen fern zu halten.

 

Muttermilch – Die optimale Ernährung für Ihr Kind!

In den ersten Lebenstagen bekommt ihr Baby das sogenannte Kolostrum. Das gelbe oder goldfarbene Kolostrum wird während der Schwangerschaft und den ersten 3 Tagen nach der Geburt gebildet und enthält sehr wertvolle Nähr- und Immunstoffe. Auch wenn Frauen nicht Stillen, sollten sie ihrem Kind das Kolostrum unbedingt geben, da dies die erste Immunisierung ist. Wird das Kind nach den von der Mutter wahrgenommenen Stillzeichen angelegt und das Kolostrum aus der Brust geleert, beginnt die Bildung von reifer Muttermilch. Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung optimal an die Bedürfnisse ihres Kindes angepasst und ist leicht verdaulich. Zudem steht sie immer hygienisch frisch und in der richtigen Temperatur zur Verfügung. Sie enthält Antikörper und andere wichtige Stoffe, um ihr Kind vor Krankheiten zu schützen, bzw. deren Verlauf zu mildern. Nachgewiesenermaßen bietet Muttermilch auch einen Schutz gegenüber chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Übergewicht oder Krebserkrankungen.Die Zusammensetzung der Muttermilch fördert die Entwicklung des zentralen Nervensystems, regt die verschiedenen Sinne des Babys an und unterstützt durch die Lageveränderung beim Seitenwechsel an der Brust den Orientierungssinn des Kindes. Das Saugen an der Brust fördert die Entwicklung einer kräftigen Kiefermuskulatur, welche Kieferfehlstellungen verhindert und die Sprachentwicklung unterstützt.

 

Auf korrektes Anlegen achten

Beim Stillen ist es wichtig auf ein korrektes Anlegen zu achten. Legen sie ihr Kind bei den ersten Stillzeichen (Unruhe, Saugbewegungen, Köpfchen drehen…) direkt an. Denken sie an die Bauch-an-Bauch-Lage. Beachten sie: Ohr, Schulter, Hüfte bilden eine Linie. Dabei ist der Mund weit geöffnet und liegt auf Höhe der Brustwarze. Ziehen sie ihr Kind zu sich heran und machen sie es sich beim Stillen bequem, Rücken- und Schulterbereich dabei entlasten.

 

Stillen nach Bedarf

Ihr Baby zeigt ihnen deutlich wann es gestillt werden möchte. Legen sie Ihr Kind so oft es das Verlangen hat entspannt an. Wecken sie Ihr Baby, wenn sie das Verlangen verspüren, ihre Brust zu entlasten oder ihre Milchbildung anzuregen. Vermeiden sie das Stillen nach Zeitangaben, die führt nur zu Stillschwierigkeiten.

 

Stillpositionen

Beim Anlegen achten sie bitte auf die Anwendung von verschiedenen Stillpositionen. Wechseln sie ruhig die Stillpositionen während einer Mahlzeit. Damit regen sie die Milchproduktion enorm an. Sollte es zu Problemen bei der Milchentleerung kommen, wechseln sie unbedingt die Stillpositionen. Bei übermäßiger Milchproduktion können sie, durch die Entleerung mit der Hand, die Brust optimal entlasten. Bei Verhärtungen oder Schmerzen in der Brust wenden sie sich an ihre Hebamme oder kontaktieren sie unsere Stillberaterinnen.

 

Vorteile des Stillens für die Mutter

Durch ein schnellstmögliches Anlegen nach der Entbindung wird die Ausschüttung von Hormonen gefördert. Diese reduzieren eine nachgeburtliche Blutungsgefahr, fördern die Rückbildung der Gebärmutter und verzögern das Einsetzen der Menstruation, um den Eisenhaushalt zu schonen. Stillen verringert das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Osteoporose zu erkranken. Außerdem hilft es ihnen, rascher das Ausgangsgewicht vor ihrer Schwangerschaft zu erreichen. Die vorhandenen Stillhormone Prolaktin und Oxytocin dienen zur Entspannung und machen sie und ihr Kind ausgeglichener. Stillen spart Zeit und ist gratis!

 

Stilldauer - Empfehlung der WHO

Die Empfehlung der WHO ist es, ihr Kind ausschließlich während der ersten 6 Monate zu stillen. Fangen sie mit der Beikost nicht vor dem 5. Monat an, sondern erst ab dem 7. Monat. Weiterhin empfiehlt die WHO, dass bis zum zweiten Geburtstag oder auch darüber hinaus - solange wie Mutter und Kind das Verlangen haben- gestillt werden sollte.

 

Zufüttern und Saugverwirrung

Generell gilt: ein gestilltes Kind braucht keine Flaschen oder Beruhigungssauger. Die Benutzung von künstlichen Saugern in den ersten 6 Wochen, kann das Stillen sehr erschweren. Durch falsche Saugmuster (Saugtechnik) treten sogenannte Saugverwirrungen auf, die bis zur Milchreduzierung führen können. Durch das Verwenden von künstlichen Saugern besteht das Risiko, dass sie die ersten Stillzeichen nicht erkennen können und ihr Kind zu schreien beginnt. Ein weinendes Baby lässt sich nur mit Schwierigkeiten an die Brust legen. Daher empfehlen wir ihnen dringend, in den ersten 6 Wochen auf künstliche Sauger zu verzichten.

 

Wir orientieren uns an den Grundsätzen der WHO/UNICEF-Initiative, welche das weltweite Programm "Babyfreundlich" in Deutschland vertritt

    • Wir besprechen regelmäßig die schriftlichen B.E.St. ® - Richtlinien auf der Grundlage der "Zehn Schritte für eine Babyfreundliche Geburtsklinik zur Umsetzung der B.E.St. ® - Kriterien" mit unseren Mitarbeitern.
    • Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig, damit diese über notwendige Kenntnisse und Fähigkeiten für die Umsetzung der B.E.St.®-Richtlinien verfügen.
    • Wir informieren schwangere Frauen über die Bedeutung und die Praxis der Bindungs- und Entwicklungsförderung unter Einbeziehung des Stillens.
    • Wir ermöglichen den Müttern unmittelbar nach der Geburt ununterbrochenen Hautkontakt,mindestens 1 Stunde oder bis das Baby zum ersten Mal  gestillt wurde.
    • Wir zeigen den Müttern, wie sie ihr Baby korrekt anlegen und erklären ihnen, wie sie die Milchproduktion aufrecht erhalten, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.
    • Wir geben den Säuglingen, wenn nicht medizinisch notwendig, keine weitere Flüssigkeit oder Ersatznahrung.
    • Wir praktizieren 24-Stunden Rooming-In, damit Mutter und Kind Tag und Nacht zusammen bleiben können.
    • Wir ermuntern die Mütter zum Stillen/ Füttern nach Bedarf. Wir unterstützen aus Gründen der Bindungsförderung das Stillen. Frauen, die ihr Kind mit der Flasche ernähren, werden individuell in die bindungsfördernde Flaschenernährung eingeführt.
    • Wir vermeiden den Gebrauch von Gummisaugern und Schnullern, um den Beginn des Stillens nicht zu gefährden.
    • Wir fördern die Entstehung von Stillgruppen und weisen Sie auf Stillgruppen und Mutter-Kind-Gruppen hin.



Zusätzliche Angebote

Hebammensprechstunde:
Montags, nach telefonischer Vereinbarung unter 03744/ 361-5145.

 

Stillambulanz:
Mittwoch(vormittags) durch unsere Stillberaterin, nach telefonischer Vereinbarung unter 03744/361-5170 oder 5010

 

Stillhotline:
rund um die Uhr unter 03744/361-5010 oder 5145

 

unter Leitung unserer Stillberaterin aller 6 Wochenmontags um 15.00 Uhr; die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Freien Presse oder erfragen Sie unter der oben genannten Nummer der Stillhotline

 

1. Mittwoch aller 2 Monate 15.30 Uhr; für alle Mütter und Väter und die es noch werden wollen

 

2x jährlich ein Erfahrungsaustausch zu Themen die Eltern interessieren "Wie war es damals und wie ist es heute"

 

1. Dienstag aller 3 Monate/ Beratung und Informationen zu Themen rund um das Neugeborene

 

Säuglingspflege:
"Das Pflegen leicht gemacht" dienstags und freitags 15.00 Uhr; telefonische Anmeldung unter 03744/361-5010

 

Informationsmaterial

Links

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